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Mobilitätstag der GRÜNEN in Osterode

Ideen für eine zukunftsfähige Mobilität

Zum Mobilitätstag am 29. Juni 2026 hatte der Ortsverband Osterode von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eingeladen. Zu Gast waren die Landtagsabgeordneten Stephan Christ, Sprecher für Mobilität, Verkehr und maritime Wirtschaft der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Pippa Schneider, finanzpolitische Sprecherin sowie Sprecherin für Wissenschaft, Hochschulen, Verwaltungsreform und den Öffentlichen Dienst der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Der gesamte Mobilitätstag stand im Zeichen zukunftsfähiger Mobilitätsangebote für den ländlichen Raum. Am Vormittag trafen sich die Teilnehmer in Badenhausen mit den Vertretern der drei Mobilitätsvereine Mobiles Eisdorf, Mobiles Badenhausen und Söseflitzer Förste. An dem Austausch nahmen die Gründer und Vorsitzenden der Vereine teil.

Ziel des Treffens war es, den Landtagsabgeordneten die erfolgreiche Arbeit der ehrenamtlich getragenen Mobilitätsvereine vorzustellen. Die Vereinsvertreter nutzten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und konkrete Anregungen an die Landespolitik zu richten. Gemeinsam wurde erörtert, an welchen Stellen die Politik die Vereine wirksam unterstützen und bürokratische Hürden abbauen kann.

Die Vereinsvertreter stellten die Entstehungsgeschichte ihrer Initiativen vor. Ziel der Vereine ist es, die Mobilität – insbesondere im ländlichen Raum – zu verbessern und den Bürgerinnen und Bürgern ein kostengünstiges Mobilitätsangebot bereitzustellen. Alle drei Mobilität Vereine setzen auf elektrisch betriebene Fahrzeuge und leisten damit einen konkreten Beitrag zu einer klimafreundlichen Mobilität. Die Fahrzeuge können – je nach Bedarf – sowohl selbst gefahren als auch mit einer ehrenamtlichen Fahrerin oder Fahrer gebucht werden. Dadurch profitieren insbesondere ältere Menschen sowie Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die selbst kein Fahrzeug mehr führen können. Sie bleiben selbstbestimmt, können weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und wichtige Termine eigenständig wahrnehmen. Gleichzeitig stehen die Fahrzeuge auch Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung, die sie selbst nutzen können, oder hierdurch auf die Anschaffung eines Zweitwagen verzichten möchten.

Besonders hervorgehoben wurde das große Engagement der ehrenamtlichen Mitglieder. Ihr Einsatz schafft für viele Menschen im ländlichen Raum eine neue Qualität der Mobilität. Davon profitieren insbesondere ältere Menschen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie junge Familien. Die Fahrzeuge ermöglichen es, Arztbesuche, Einkäufe, Behördengänge und andere wichtige Termine zuverlässig wahrzunehmen. Gleichzeitig erleichtern sie Familien den Alltag, indem sie beispielsweise Fahrten der Kinder zum Sport, zu Geburtstagsfeiern unkompliziert ermöglichen.

Am Nachmittag wurde der Mobilitätstag bei der EINHARZ GmbH am Standort der Harz Energie in Osterode fortgesetzt. In einem Gespräch mit Geschäftsführer Frank Uhlenhaut informierten sich die Teilnehmenden über das Engagement der EINHARZ GmbH im Bereich nachhaltiger Mobilität. Die EINHARZ GmbH ist Teil einer länderübergreifenden Initiative, die die Zusammenarbeit in den drei Harz-Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stärkt und gemeinsame Lösungen für eine zukunftsfähige Mobilität entwickelt.

Vorgestellt wurden die Angebote zur Vermietung von Elektrofahrzeugen des Carsharing-Konzept der EINHARZ GmbH. Dabei wurde deutlich, dass die EINHARZ GmbH mit Unterstützung der Harz Energie einen wichtigen Beitrag zur Förderung klimafreundlicher und bedarfsgerechter Mobilitätsangebote leistet. Zugleich zeigte sich, dass das Zusammenspiel von ehrenamtlichen Vereinen, Unternehmen und weiteren regionalen Akteuren einen wesentlichen Baustein für die Mobilitätswende im ländlichen Raum bildet.

Die Landtagsabgeordneten zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Mobilitätsvereine und den vielfältigen Ansätzen der EINHARZ GmbH. Der Mobilitätstag machte deutlich, dass innovative Mobilitätskonzepte, ehrenamtliches Engagement und eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur wichtige Bausteine für eine zukunftsfähige, klimafreundliche und bedarfsgerechte Mobilität im ländlichen Raum sind. Gleichzeitig lieferten die Gespräche wertvolle Impulse für die politische Arbeit auf Landesebene.

Im Vorfeld des weiteren Programms trafen sich die Teilnehmenden in Osterode Mitte am Bahnhaltepunkt. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Osterode starteten sie zu einer Radtour durch Osterode am Harz. Ziel der Tour war es, sich vor Ort ein Bild von der Verkehrssituation für Radfahrende zu machen und die vorhandene Radverkehrsinfrastruktur aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer zu bewerten.

Während der Tour wurden verschiedene Streckenabschnitte befahren, Gefahrenstellen identifiziert und bestehende Herausforderungen für den Radverkehr erörtert. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen der Verkehrssicherheit, der Qualität der Radwege sowie möglicher Verbesserungen für eine alltagstaugliche und attraktive Fahrradmobilität. Die gewonnenen Eindrücke bildeten die Grundlage für einen intensiven Austausch über konkrete Maßnahmen, mit denen der Radverkehr in Osterode künftig sicherer und komfortabler gestaltet werden kann.

Den Abschluss des Mobilitätstages bildete eine Gesprächsrunde im Grünen Büro in Osterode. Neben den bereits genannten Teilnehmerinnen und Teilnehmern nahm auch Stephan Börger vom Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) beziehungsweise Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) teil.

Stephan Börger stellte die Neustrukturierung des öffentlichen Personennahverkehrs in Südniedersachsen vor und erläuterte die damit verbundenen Schwerpunkte für einen nachhaltigen, verlässlichen und zukunftsfähigen ÖPNV auf Landes- und Regionalebene. Dabei wurde deutlich, mit welcher Motivation, Zielstrebigkeit und fachlichen Kompetenz er die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in Südniedersachsen vorantreibt. Seine Ausführungen stießen auf großes Interesse und machten deutlich, welche Chancen die geplanten Veränderungen für die Region bieten.

Im anschließenden Austausch mit den Landtagsabgeordneten Stephan Christ und Pippa Schneider   wurden aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Mobilitätsentwicklung intensiv diskutiert. Der offene Dialog bot allen Beteiligten die Möglichkeit, Anregungen und Erfahrungen aus der Praxis einzubringen und gemeinsam über zukunftsfähige Lösungen für die Mobilität im ländlichen Raum zu beraten.

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