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Unsere Wahlaussagen im pdf-Format:

Die Zukunft der Samtgemeinde mitgestalten - unsere Ideen für Bad Grund

Wirtschaft im Einklang mit der Umwelt

 

Durch massenhafte Entlassungen im Bergbau und im produzierenden Gewerbe gehört der Landkreis Osterode in Niedersachsen schon seit vielen Jahren zu den „Spitzenreitern“ bei der Arbeitslosenquote. Der Verkauf von Teilbereichen eines in der Samtgemeinde beheimateten mittelständigen Betriebes ist im Gespräch, ein weiterer mittelständischer Betrieb baut seit Jahren Arbeitsplätze ab und hat 2005 Insolvenz angemeldet. Diese Tendenz wird sich auf absehbare Zeit leider kaum ändern, umso wichtiger ist es, zukunftsfähige Berufsfelder in der Region zu entwickeln.

Der Harz als eine der beliebtesten Urlaubsregionen in Deutschland bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Neben der Förderung von Arbeitsplätzen im Pflege- und Kurbereich wollen wir mit grüner Politik in der Samtgemeinde Bad Grund die touristische Infrastruktur stärken und entwickeln. Hier besteht ein großes Potential an Arbeitsplätzen.

Das geplante Höhleninformationszentrum, das Arboretum oder der Bike-Park sind hierfür gute Ansätze. Weitere Aktivitäten müssen folgen! Besonders in den Bereichen Aktiv- und Naturtourismus sollten weitere Angebote für Feriengäste geschaffen werden. Hierzu gehören:

 

- Ausbau des Radwegenetzes für Mountainbiker und Radwanderer

- Einrichtung von Natur-Erlebnispfaden

- Ausbau der Wintersportangebote, zum Beispiel die Einrichtung von Loipen und Winterwanderwegen entlang des Harzrandes oder Bereitstellung von Shuttlebussen zu den Wintersportgebieten des Harzes

- Förderung von Museen und Freizeiteinrichtungen

 

 

 

Verkehr

 

Die Attraktivität einer Region ist stets eng verbunden mit einer guten Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel. Neben einem Ausbau des Radwegenetzes sollte besonders der Öffentliche Personennahverkehr mit seiner sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedeutung ausgebaut werden.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass das Fahrtenangebot in den Abendstunden, an Wochenenden und in den Ferien auf einer Vielzahl von Linien ausgedünnt ist oder gar nicht existiert. Wünschenswert wäre zu diesen Zeiten die Bereitstellung von kostengünstigen Sammeltaxis, zum Beispiel nach Vorbild der türkischen Dolmus.

Wir setzen uns dafür ein, dass kulturelle Veranstaltungen im Landkreis, Geschäfte und Kneipen von Jugendlichen und Erwachsenen zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Benutzung eines PKW besucht werden können!

 

- Verbesserte Beförderungsangebote des ÖPNV steigern die Lebensqualität und stärken Geschäfte, Gaststätten und kulturelle Einrichtungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder

 

Der demographischen Entwicklung im Landkreis muss entgegen gewirkt werden.

Wir müssen alles Nötige veranlassen, um berufstätige Eltern zu unterstützen und zu entlasten.

Grüne Politik setzt sich ein:

 

- Umsetzung des Tagesbetreuungsgesetzes (TAG) durch die Einrichtung von Krippenplätzen

- Bereitstellung von Ganztagsbetreuung in mindestens einem

Kindergarten der Samtgemeinde Bad Grund auch bei geringer

Gruppenstärke

- Besseres Angebot der Sonderöffnungszeiten

 

Es ist an der Zeit, dass im Gemeinderat endlich Grüne Abgeordnete vertreten sind und diese Forderungen aktiv unterstützen. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf!

 

 

 

Jugendliche

 

Die Freizeitgestaltung von Jugendlichen obliegt bisher hauptsächlich den Vereinen und Verbänden. Das ist gut so! Trotzdem sollte unserer Meinung nach auch von der Samtgemeinde ein breites Spektrum für die Freizeitgestaltung von Jugendlichen angeboten werden. Gute Beispiele hierfür sind die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendcafes in Badenhausen sowie deren Ferienpassaktionen und die zahlreichen Angebote der hiesigen Sportvereine.

Trotzdem müssen und sollten die Freizeitangebote für Jugendliche, die ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Handeln fördern, ausgebaut werden.

 

- Einrichtung eines von Jugendlichen weitgehend selbst verwalteten Veranstaltungraumes, zum Beispiel für nichtkommerzielle Konzerte

- Jugendräume in jeder Gemeinde, unter anderem Proberäume für Musiker

- Angebot und Durchführung von weiteren Aktivitäten und Freizeiten

 

Diese Wünsche können wir nur durch eine aktive personelle und finanzielle Unterstützung der Jugendarbeit, auch in den Vereinen, erreichen.

Die Einsparungen in der Jugendarbeit, bei Sportvereinen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen müssen aufhören! Hier wird am falschen Ende gespart. Deswegen wollen wir uns in der Samtgemeinde mit grüner Politik für eine verstärkte Förderung von Jugendarbeit einsetzen.

 

 

 

Schulen

 

In der Bildung liegt in einem rohstoffarmen Land der Schlüssel zu Freiheit, Wohlstand und sozialer Sicherheit. Gerade eine schrumpfende und alternde Gesellschaft hat einen steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Jüngeren und gut weitergebildeten Älteren. Dafür müssen sich unsere Kindertagesstätten, Schulen und Betreuungsangebote ändern.

Die demographische Entwicklung im Landkreis Osterode führt zu geringeren Schülerzahlen und damit verbunden zu weniger Schulklassen. Hierdurch besteht die Gefahr, dass einige Schulstandorte mittelfristig aufgegeben werden, wie dies am Beispiel der Grundschule Dorste/Förste gerade aktuell diskutiert wird. Wir setzen uns deswegen im Kreis und in der Samtgemeinde

- für den Erhalt der bestehenden Schulstandorte

 

ein und sehen in kleineren Schulklassen ideale Bedingungen für individuelle Förderung, damit Kinder alle ihre Begabungen entfalten können.

 

Schule der Zukunft muss auf die zunehmende Unterschiedlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler als Chance begreifen, so dass alle bessere Lernchancen haben – die Hochbegabten wie die Benachteiligten. Hierzu zählt in einer modernen Schule auch die

 

- Begleitung des pädagogischen Prozesses durch ausgebildete Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen.

 

Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann hat schon im Dezember 2004 in seiner Informationsschrift „Die Arbeit in der Hauptschule“ versprochen:

„An Hauptschulen werden Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen eingesetzt. Sie unterstützen die Lehrkräfte bei ihrer Arbeit und bieten zusätzliche Hilfen (...)“

Bis zum heutigen Tag warten viele Hauptschulen des Kreises und der Gemeinde vergeblich auf die Umsetzung dieses Vorhabens der Landesregierung.

Wir werden Herrn Minister Busemann (CDU) an seine Versprechungen erinnern!

 

Der enge Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg verfestigt die Ausgrenzung vor allem von Kindern und Jugendlichen berufstätiger Eltern oder mit Migrationshintergrund über Generationen hinweg. Chancengleichheit für Bildung bedeutet auch verlässliche Ganztagsschule mit einem verpflichtenden Nachmittagsangebot für alle Schüler. Die meisten der im Kreisgebiet eingerichteten „Ganztagsschulen“ bieten jedoch lediglich ein freiwilliges Zusatzangebot für Schülerinnen und Schüler, oft in Form von Ags an. Es bleibt fraglich, ob sich Qualität von Bildung und die Umsetzung von Chancengleichheit durch diese Maßnahme verbessern werden. Wir werden uns deswegen

 

- für die Einrichtung von Ganztagsschulen mit Regelunterricht an Nachmittagen

 

einsetzen, denn vorrangiges Ziel muss sein, die Defizite des deutschen Bildungssystems im Umgang mit sozialer und kultureller Heterogenität zu überwinden.