Klärschlammverbrennungsanlage in Osterode

Klärschlammverbrennungsanlage in Osterode

Grüne haben Bedenken wegen der Anlagengröße

Auf den ersten Blick scheint es sich, nach Meinung der Osteroder Grünen, um eine Win-Situation für die Stadt Osterode zu handeln: Grundstück im Gewerbegebiet verkaufen und den eigenen Klärschlamm verantwortungsvoll und kostengünstig entsorgt sehen.

Dies gebe es aber in der Gesamtbilanz nicht zum Nulltarif, wir bezahlen vor Ort mit höheren Luftschadstoffen und Verkehrsaufkommen.

Selbst, wenn die genehmigten Grenzwerte deutlich unterschritten werden, gebe es neue Schadstoffeinträge. Dies belegen die Emissionsprotokolle bestehender Anlagen:
http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/pa_de_svaumweltdaten.html

Die Osteroder Grünen haben große Bedenken wegen der Anlagengröße mit einer Kapazität von 60000 Tonnen Feuchtschlamm, wobei in Osterode nur ca. 1200 Tonnen anfallen.

Die geplante Anlage in Mainz (http://www.tvm.mainz.de/Download/Kurzbeschreibung.pdf) gibt trotz deren etwas mehr als doppelt so hohen Kapazität einen Hinweis auf das Vorhaben in Osterode. Genaue Anlagenskizzen liegen in Osterode aber noch nicht vor.

Da die Anlagengröße auch bei bester Technik etwas mit der Schadstoffemission zu tun hat, plädieren die Grünen für eine kleinere Anlage.

Weitere Kriterien müssten zusätzlich vertragsfest geregelt werden. Dazu gehört die Kapazität ebenso, wie ein Verbot der Emissionsüberschreitung bei Verbrennung von Zusatzstoffen. Dies ist eine potentieller Ausweg bei Auslastungsproblemen und wirtschaftlichem Erhalt des Betriebes durch Aquirierung andere Behandlungsstoffe als Klärschlamm.

 

Weiter sei den Grünen eine wöchentliche Internetveröffentlichung der tatsächlichen Emissionen wichtig, wie: Staub, Gesamtkohlenstoff, Stickoxide, Chlorwasserstoff, Schwermetalle. Diese seien abhängig von der Herkunft des verbrannten Klärschlammes, sowie dem störungsfreien Betrieb der Anlage und damit Schwankungen unterworfen.

Es reiche nach Meinung der Grünen bei einem solchen standortprägenden Projekt nicht, nur das Grundstück zu verkaufen und den Rest dem Genehmigungsverfahren zu überlassen. In enger Abstimmung mit den Bürgern müsse auch die Frage beantwortet werden: passt diese Verbrennungsanlage zur Stadt Osterode und ihren Ortsteilen.

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URL:https://www.gruene-osterode.de/home/expand/532407/nc/1/dn/1/