1. BürgerInneninfo zur Fusion - gute Diskussion in Osterode

Raymond Rordorf bei seinem Einführungsreferat links Dr. Reiner Schenk
Während des Vortrages im Publikum, Kreisdezernentin Christel Wemheuer aus Göttingen

Etwa 45 Personen hatten am vergangenen Freitag die Einladung der Grünen im Kreis Osterode angenommen und sich über die Argumente der Grünen zur Kreisfusion und über die Sondierungsgespräche mit Göttingen/Northeim und Goslar zu informieren. Raymond Rordorf, Sprecher des Kreisverbandes und Fraktionsvorsitzender der Grünen-Kreistagfraktion führte mit einem knapp halbstündigem Referat in das Thema ein. Dr. Reiner Schenk, Mitglied der Kreistagsfraktion und Christel Wemheuer, Kreisdezernentin aus Göttingen, unterstützten Rordorf auf dem Podium. Für die Grünen sind die entscheidenden Fusionskriterien, die Kooperation mit einem starken Partner und die aktuellen Verflechtungen in der Region. Dabei müsse zuallererst auf die aktuelle Wirtschaftskraft der möglichen Partner und die prognostizierte Entwicklung der Bevölkerungszahlen und der Erwerbstätigenquote geschaut werden. Bei den regionalen Verflechtungen  zeige sich ein deutliches Übergewicht Richtung Göttingen, was einerseits die Anzahl, andererseits aber auch die Bedeutung der Kooperationen in unterschiedlichsten Bereichen angeht, wie Rordorf an einigen Beispielen verdeutlichte. "Hier sind besonders in den letzten zwei Jahrzehnten, der regionalen Zusammengehörigkeit folgend, wichtige und verlässliche Kooperationen auf Verwaltungsebene entstanden, da gibt es auch in diesem Punkt einfach einen qualitativen Unterschied zu Lasten des  Landkreises Goslar", so Rordorf, "so dass wir insgesamt zu einer Empfehlung für die Südvariante kommen". Diese müsse aber noch durch Verhandlungsergebnisse in alle Richtungen den Stresstest bestehen. Insofern plädieren die Grünen für einen kurzen aber intensiven Verhandlungsmarathon mit Göttingen/Northeim und Goslar. Zuerst einmal richtig verhandeln und dann erneut die Bürger informieren, war auch der Tenor vieler Beiträge in der etwa einstündigen interessanten Diskussion. Christel Wemheuer wies auf den erheblichen Arbeitsaufwand der Facharbeitsgruppen in den Fusionsverhandlungen hin. "Wir müssen alles tun, damit uns die Zeit jetzt nicht wegläuft und damit über die wichtigsten Punkte bald Zwischenergebnisse vorliegen, denn niemand würde es verstehen, wenn wir jetzt ungeprüft die mögliche Strukturhilfe des Landes an uns vorbeiziehen lassen", so Wemheuer.
Nach Meinung der Grünen müsse Südniedersachsen insgesamt mehr Einfluss bekommen. So zeige eine Übersicht der Ziele von EU-Fördergeldern in landesweiter Sicht eine klares Defizit in Südniedersachsen. "Es gibt in den Bundesländern eine starke Konkurrenz der Regionen um politischen Einfluss und Förderangebote und um hier erfolgreich für die Region zu agieren, erfordert Größe und Stärke", so Rordorf in seinem Abschlusswort.



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